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25. Juni 2020
Lesezeit 2 Minuten

Ratenkredite und Immobiliendarlehen

Ratenkredite und Immobiliendarlehen (bzw. Hypothekarkredite) haben auf den ersten Blick vieles gemeinsam. In beiden Fällen werden monatliche Raten festgelegt, die der Kreditnehmer über einen längeren Zeitraum zurückzahlt. Doch durch die größere Sicherheit für den Kreditgeber sind die Zinsen bei Immobiliendarlehen deutlich niedriger. Deshalb sind Ratenkredite für Immobilienbesitzer oft die schlechtere Wahl – das gilt auch bei kleineren Kreditsummen.

Ratenkredit vs. Immobilienkredit

Ein Ratenkredit ist ein unbesichertes Darlehen. Für den Kreditausfall haftet einzig und allein der Kreditnehmer mit seinem Einkommen. Kann der Kreditnehmer die Raten nicht mehr bezahlen, weil er zum Beispiel kein Einkommen mehr hat, so hat die Bank große Probleme, ihre offenen Forderungen zu erfüllen. Um sich gegenüber diesem erhöhten Risiko abzusichern, setzen Banken bei Ratenkrediten höhere Zinssätze an als bei Immobiliendarlehen.

Ein Immobiliendarlehen bietet für die Bank eine klare Sicherheit in der Form einer Grundschuld auf die betreffende Immobilie. Mit Hilfe der Grundschuld kann die Bank die Immobilie verwerten, falls der Kreditnehmer den Kredit nicht mehr bedienen kann. Aus diesem Grund sind die Zinsen im Vergleich zu Ratenkrediten deutlich niedriger. Der Unterschied liegt meist bei 2 bis 4 Prozentpunkten, in vielen Fällen sogar noch mehr.

Unterschiede bei der Kreditsumme

Ratenkredite sind aufgrund des höheren Risikos auch in ihrer Höhe begrenzt. In der Regel liegt die Kreditsumme im vierstelligen oder unteren fünfstelligen Bereich. Die maximale Höhe hängt im Einzelfall vor allem von der Bonität (Schufa) und den Einkommensverhältnissen des Kreditnehmers ab.

Demgegenüber geht es bei Immobilienkrediten um größere Summen. Denn Immobilien haben fast immer einen Sachwert im sechsstelligen Bereich und können deshalb auch größere Darlehen absichern. Außerdem sind sehr kleine Immobilienkredite nicht rentabel, weil bei der Abtretung (bzw. Eintragung) der Grundschuld Notargebühren fällig werden. Diese Fixkosten fallen bei kleineren Kreditsummen stärker ins Gewicht. Deshalb liegt die Kreditsumme bei Immobiliendarlehen in der Regel bei mindestens 50.000 €.

Lohnen sich Ratenkredite für Immobilienbesitzer?

Obwohl Immobilienkredite meist günstiger sind, wählen viele Immobilienbesitzer bei kleineren Kreditsummen Ratenkredite. Das ist aber nicht immer sinnvoll! Denn durch den höheren Zinssatz kann ein kleinerer Ratenkredit insgesamt teurer sein, als ein Immobilienkredit mit einer größeren Gesamtsumme. Als Immobilienbesitzer sollten Sie deshalb unbedingt auch Angebote für einen Immobilienkredit einholen, bevor Sie sich für einen Ratenkredit entscheiden. Nur so können Sie sicher sein, den günstigsten Kredit gefunden zu haben.

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Johannes Siegl

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