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Finanzwissen 1: Was ist die Schufa?

Die Schufa Holding AG (kurz Schufa) ist eine Auskunftei und stellt Unternehmen Daten zur Kreditwürdigkeit privater Schuldner zur Verfügung. Dafür berechnet Sie verschiedene Scores basierend auf dem Zahlungsverhalten der Schuldner in der Vergangenheit. Vor allem wenn es um die Aufnahme eines Darlehens geht, spielt die Schufa eine wichtige Rolle. In diesem Artikel erfährst du welche Scores die Schufa erstellt, was ein Schufa-Eintrag eigentlich genau ist und wie du deinen Schufa-Score abfrägst.
Finanzwissen 1: Was ist die Schufa?

Welche Scores erstellt die Schufa?

  • Branchenscores geben Auskunft über dein Zahlungsverhalten in einer bestimmten Branche. Mit dem Bestwert 9999 fällst du in die Ratingstufe A. Der schlechteste Wert 0 bringt dich in die Ratingstufe P. Die ausgewiesenen Branchen im Branchenscore sind: Banken, Genossenschaftsbanken, Sparkassen, Versandhandel/eCommerce, Stationärer Handel und Telekommunikation.

  • Der Schufa-Orientierungswert stellt deine allgemeine Bonität dar. Er fasst die gewichteten Mittelwerte der Schufa-Branchenscores zusammen und gibt so einen Gesamtüberblick über deine Kreditwürdigkeit. Für diesen Wert wird ein Rating von 100 bis 600 verwendet. Achtung: hier stellt der kleinere Wert 100 den besten Score dar und der größere Wert 600 den schlechtesten.

Die Daten zur Errechnung deiner Bonität erhält die Schufa von den an sie angeschlossenen Institutionen und Firmen. Um Informationen über dich von der Schufa zu erhalten, benötigen Banken und andere Firmen aber deine Einwilligung!

Was ist ein Schufa-Eintrag und wie lange wird er gespeichert?

Ein Schufa-Eintrag ist einfach eine Eintragung zu deiner Bonität. Diese kann positiv oder negativ sein. Positive Einträge bekommst du zum Beispiel wenn du Kreditraten oder Rechnungen pünktlich bezahlst. Wenn aber Forderungen auch nach der zweiten Mahnung nicht bezahlt werden, kann das zu einem negativen Eintrag führen und damit deinen Score verschlechtern.

Die meisten Schufa-Einträge werden drei Jahre lang gespeichert. Eine Privatinsolvenz bleibt allerdings bis vier Jahre ab Überstehen der Wohlverhaltensperiode vermerkt. Einen falschen Schufa-Eintrag kannst du direkt bei der Schufa löschen lassen.

Wie erhalte ich Auskunft über meine Bonität?

Hier ist es wichtig zwischen der Selbstauskunft basierend auf Artikel 15 der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) und der Schufa-Bonitätsauskunft zu unterscheiden.

  • Selbstauskunft: Laut Artikel 15 DS-GVO hast du das Recht, alle Daten, die die Schufa zu dir gespeichert hat, kostenlos abzufragen. Hier erfährst du, welche Schritte zur Selbstauskunft nötig sind. Die Daten der Selbstauskunft enthalten jedoch auch sensible Informationen, die du besser nicht an Dritte weitergibst.

  • Schufa-Bonitätsauskunft: Wenn du einen Nachweis über deine Bonität benötigst, solltest du deshalb die Schufa-Bonitätsauskunft verwenden. Diese ist jedoch kostenpflichtig und kostet einmalig EUR 29,90

Benötige ich auch bei Bambus meinen Schufa-Score?

Ja. Eine Schufa-Abfrage wird für jedes Hypothekardarlehen durchgeführt. Dazu musst du allerdings nur eine Auskunftserteilung unterschreiben. Den Rest erledigen wir für dich.

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