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Ist mein Vermögen in Immobilien wirklich sicher?

Selten war die Geldanlage in Immobilien so beliebt wie heute. Das liegt an den niedrigen Zinsen und dem Glauben, dass Immobilien gleichzeitig rentabel und krisenfest seien. Aber was ist in Zeiten wie der jetzigen Corona-Krise wirklich dran am Mythos “Betongold”? Wir zählen die Fakten auf und zeigen Möglichkeiten wie du dich breiter aufstellen kannst.

Immobilien sind eine Form der Vermögensanlage mit schwankendem Wert

Viele Privatanleger denken bei Immobilien an “Betongold” und sind fest davon überzeugt, dass eine Immobilie eine sehr handfeste und deshalb krisenfeste Form der Vermögensanlage sei. Aus ökonomischer Sicht betrachtet handelt es sich jedoch um eine extrem illiquide Form der Geldanlage, die erheblichen Wertschwankungen unterliegt.

Die Wertschwankungen lassen sich durch einen Blick auf börsennotierte Immobilienunternehmen erahnen. Die Aktienkurse der zwei größten privaten Immobilienbesitzer Deutschlands, Vonovia und Deutsche Wohnen AG, haben während der Corona-Krise zwischenzeitlich knapp 30% an Wert verloren (Stand 20.03.2020).

Der Wert einer einzelnen Immobilie wird von mehreren Faktoren beeinflusst

Lokale Faktoren: Die Entwicklung der direkten Nachbarschaft beeinflusst die Attraktivität und somit den Wert einer einzelnen Immobilie.

Regionale Faktoren: Flaut die wirtschaftliche Entwicklung in einer Region ab, steigt auch die Zahl der Leerstände und Immobilien verlieren an Wert, weil sich zum Beispiel Mieter die Miete nicht mehr leisten können.

Internationale Faktoren: Immobilienpreise sind stark an die allgemeinen Zinssätze gekoppelt. Auch internationale Fonds und Großinvestoren üben einen wichtigen Einfluss auf regionale Immobilienpreise aus.

All das führt dazu, dass Immobilien insgesamt weit weniger wertstabil sind, als die meisten Privatanleger glauben. Es gibt auch in Deutschland Regionen, in denen Immobilien schon vor der Krise an Wert verloren haben (viele ländliche Regionen in Ostdeutschland, Teile von NRW). Wie sich die Corona-Krise auf diese und andere Regionen auswirken wird, lässt sich noch nicht genau sagen.

Geringe Liquidität und hohe Transaktionskosten bei Immobilien

Immobilien sind in höchstem Grad illiquide. Wenn du das Geld aus deiner Immobilie einmal abziehen möchtest weil du einen Wertverfall befürchtest oder weil du die finanziellen Mittel anderweitig benötigst, ist der Verkauf ein aufwändiger und kostenintensiver Prozess. Und gerade in Zeiten des Umschwungs auf dem Immobilienmarkt kann es gut passieren, dass sich überhaupt kein Käufer für deine Immobilie findet. Die Kosten für den Erhalt der Immobilie bleiben dir dann auch nicht erspart. 

Hinzu kommt, dass die Transaktionskosten beim Immobilienverkauf in Deutschland im Durchschnitt bei über 10% des Immobilienwertes liegen! Diese erheblichen Unkosten müssen von der Rendite also auch noch abgedeckt werden.

Wie hoch sind die Immobilien-Rendite und das Risiko wirklich?

Wenn man die hohen Transaktionskosten in die Rendite einrechnet, so ergibt sich für die Immobilienrendite mittelfristig ein ernüchterndes Bild. Bei der sogenannten laufenden Rendite haben Immobilien deutlich geringere Werte, als viele andere Anlageformen wie Aktien oder Fonds. Dort fallen sehr geringe Transaktionskosten an.

Gleichzeitig ist das Risiko bei der Anlage in einzelne Immobilien hoch, weil dann das gesamte Vermögen von lokalen, regionalen und internationalen Einflüssen abhängig ist. Lass dich nicht vom vermeintlichen Betongold täuschen: Risikostreuung ist bei der Vermögensanlage immer wichtig!

Wie aus einer riskanten Einzelimmobilie eine sichere Vermögensanlage wird

Immobilieneigentum ist eine Form der Geldanlage. Wertschwankungen, vergleichsweise niedrige Renditen, mangelnde Liquidität und hohe Transaktionskosten führen allerdings dazu, dass ein reines Immobilienportfolio weitaus weniger sicher und rentabel ist, als allgemein angenommen wird. Wir empfehlen dir deshalb unbedingt, deine Geldanlage in unterschiedliche Anlageklassen zu streuen.

Wie aus einer Immobilie eine breit aufgestellte und gut abgesicherte Vermögensanlage wird

Erspartes in andere Anlageformen anlegen: Diese Variante erfordert wenig Aufwand, führt aber nur über einen sehr langen Zeitraum zum Ziel.

Die Immobilie verkaufen und den Erlös planvoll anlegen: So gelangst du sehr schnell zu einer klugen Geldanlage, allerdings musst du die hohen Transaktionskosten tragen und bist außerdem nicht mehr Eigentümer deiner Immobilie.

Die Immobilie beleihen und das Darlehen reinvestieren: Auch diese Variante führt schnell zu einem sinnvollen Vermögensaufbau, aber du trägst keine hohen Transaktionskosten und bleibst Eigentümer deiner Immobilie. Erforderlich ist lediglich die finanzielle Disziplin, den Kredit regelmäßig abzuzahlen. Dabei können dir natürlich die Renditen deiner neuen Geldanlage helfen.

Bambus hilft dir deine Immobilie zu beleihen und dein Vermögen breiter aufzustellen. Hier wählst du aus vielen Angeboten das beste Darlehen aus und kannst die freigewordenen Mittel sofort neu investieren.

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