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Fixzinsen und variable Zinsen

Zinsen fallen bei jeder Art von Kredit an, auch bei den vergleichsweise günstigen Immobilienkrediten. Beim Vertragsabschluss muss man sich entscheiden, ob man auf Fixzinsen oder einen variablen Zinssatz setzen möchte. Instinktiv entscheiden sich viele für fixe Zinsen, weil diese in Deutschland leichter erhältlich sind.

Wie berechnen Banken Kreditzinsen?

Im Grunde setzt sich der Zinssatz aus drei Posten zusammen:

  • Marge

  • Risikoaufschlag

  • Kapitalkosten

Die Kapitalkosten sind die Kosten, die von der Bank aufgebracht werden müssen, um das Geld bereitzustellen. Das können die Sparzinsen sein, die auf Spareinlagen anderer Bankkunden gezahlt werden oder ganz einfach der EURIBOR, also der Zinssatz, zu dem Banken selbst Geld leihen können.

Der Risikoaufschlag deckt die Gefahr ab, dass der Kredit nicht zurückgezahlt wird. Das ist einer der Faktoren, der Hypothekarkredite günstiger macht, denn von diesen werden mehr als 99% zurückgezahlt. Der Risikoaufschlag fällt also geringer aus.

Die Marge deckt die Kosten der Bank und deren Gewinnspanne ab.

Was sind variable Zinsen?

Was bei variablen Zinsen variiert, ist ausschließlich der Posten “Kapitalkosten”. Denn dieser hängt maßgeblich mit dem EURIBOR (European Interbank Offered Rate) zusammen. Also mit einem der sogenannten “Leitzinsen”, die von Zentralbanken (in diesem Fall der EZB) festgesetzt werden.

Auch der EURIBOR ändert sich im Lauf der Zeit. Variable Zinsen bedeuten, dass diese Schwankungen an den Kreditnehmer weitergegeben werden. Sinkt der Leitzins, sinken auch die Kreditzinsen für Kunden. Steigt er hingegen, so steigen auch die Kreditzinsen für Endkunden.

Was sind Fixzinsen?

Ein Kredit mit Fixzinsen hat einen festen Zinssatz, der für eine bestimmte Zeitspanne unveränderlich ist. Das Risiko eines steigenden Leitzinses liegt allein bei der Bank, denn die dadurch steigenden Kapitalkosten gehen zu Lasten der Marge.

Deshalb kalkulieren Banken bei Fixzinsen mit einem höheren Risikoaufschlag, der genau dieses Risiko decken soll. Im Prinzip ist ein Fixzins-Kredit also ein Kredit mit variablem Zinssatz und einer zusätzlichen “Versicherung” der Bank.

Variable Zinsen + Rücklagen für steigende Zinsen = Fixzins

Die Sicherheit eines festgelegten Zinssatzes bezahlt der Kreditnehmer also zusätzlich. So sind Kredite mit Fixzinsen im Durchschnitt etwas teurer, als Kredite mit variablen Zinsen.

Variable oder fixe Zinsen - was ist empfehlenswert?

Beide Kreditarten haben ihre Berechtigung und können im Einzelfall jeweils die klügere Variante sein. Variable Zinsen kommen zum Beispiel nicht in Frage, wenn ein Kreditnehmer steigende Zinsen überhaupt nicht finanzieren könnte. Das ist aber nur einer von vielen Punkten, die berücksichtigt werden sollten. Zu den Details beraten wir gerne ausführlich in einem kostenlosen Beratungsgespräch! Hier geht’s zur Anmeldung.

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