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12. Oktober 2020
Lesezeit 3 Minuten

Ist mein Vermögen in Immobilien wirklich sicher?

Selten war die Geldanlage in Immobilien so beliebt wie heute. Das liegt an den niedrigen Zinsen und dem Glauben, dass Immobilien gleichzeitig rentabel und krisenfest seien. Aber was ist in Zeiten wie der jetzigen Corona-Krise wirklich dran am Mythos “Betongold”? Wir zählen die Fakten auf und zeigen Möglichkeiten, wie Sie sich breiter aufstellen können.

Immobilien sind eine Form der Vermögensanlage mit schwankendem Wert

Viele Privatanleger denken bei Immobilien an “Betongold” und sind fest davon überzeugt, dass eine Immobilie eine sehr handfeste und deshalb krisenfeste Form der Vermögensanlage sei. Aus ökonomischer Sicht betrachtet handelt es sich jedoch um eine extrem illiquide Form der Geldanlage, die erheblichen Wertschwankungen unterliegt.

Die Wertschwankungen lassen sich durch einen Blick auf börsennotierte Immobilienunternehmen erahnen. Die Aktienkurse der zwei größten privaten Immobilienbesitzer Deutschlands, Vonovia und Deutsche Wohnen AG, haben während der Corona-Krise zwischenzeitlich knapp 30 Prozent an Wert verloren (Stand 20.03.2020).

Der Wert einer einzelnen Immobilie wird von mehreren Faktoren beeinflusst

Lokale Faktoren: Die Entwicklung der direkten Nachbarschaft beeinflusst die Attraktivität und somit den Wert einer einzelnen Immobilie.

Regionale Faktoren: Flaut die wirtschaftliche Entwicklung in einer Region ab, steigt auch die Zahl der Leerstände und Immobilien verlieren an Wert, weil sich zum Beispiel Mieter die Miete nicht mehr leisten können.

Internationale Faktoren: Immobilienpreise sind stark an die allgemeinen Zinssätze gekoppelt. Auch internationale Fonds und Großinvestoren üben einen wichtigen Einfluss auf regionale Immobilienpreise aus.

All das führt dazu, dass Immobilien insgesamt weit weniger wertstabil sind, als die meisten Privatanleger glauben. Es gibt auch in Deutschland Regionen, in denen Immobilien schon vor der Krise an Wert verloren haben (viele ländliche Regionen in Ostdeutschland, Teile von NRW). Wie sich die Corona-Krise auf diese und andere Regionen auswirken wird, lässt sich noch nicht genau sagen.

Geringe Liquidität und hohe Transaktionskosten bei Immobilien

Immobilien sind in höchstem Grad illiquide. Wenn Sie das Geld aus Ihrer Immobilie einmal abziehen möchten, weil Sie einen Wertverfall befürchten oder weil Sie die finanziellen Mittel anderweitig benötigen, ist der Verkauf ein aufwändiger und kostenintensiver Prozess. Und gerade in Zeiten des Umschwungs auf dem Immobilienmarkt kann es gut passieren, dass sich überhaupt kein Käufer für Ihre Immobilie findet. Die Kosten für den Erhalt der Immobilie bleiben Ihnen dann auch nicht erspart. 

Hinzu kommt, dass die Transaktionskosten beim Immobilienverkauf in Deutschland im Durchschnitt bei über zehn Prozent des Immobilienwertes liegen! Diese erheblichen Unkosten müssen von der Rendite also auch noch abgedeckt werden.

Wie hoch sind die Immobilien-Rendite und das Risiko wirklich?

Wenn man die hohen Transaktionskosten in die Rendite einrechnet, so ergibt sich für die Immobilienrendite mittelfristig ein ernüchterndes Bild. Bei der sogenannten laufenden Rendite haben Immobilien deutlich geringere Werte, als viele andere Anlageformen wie Aktien oder Fonds. Dort fallen sehr geringe Transaktionskosten an.

Gleichzeitig ist das Risiko bei der Anlage in einzelne Immobilien hoch, weil dann das gesamte Vermögen von lokalen, regionalen und internationalen Einflüssen abhängig ist. Lassen Sie sich nicht vom vermeintlichen Betongold täuschen: Risikostreuung ist bei der Vermögensanlage immer wichtig!

Wie aus einer riskanten Einzelimmobilie eine sichere Vermögensanlage wird

Immobilieneigentum ist eine Form der Geldanlage. Wertschwankungen, vergleichsweise niedrige Renditen, mangelnde Liquidität und hohe Transaktionskosten führen allerdings dazu, dass ein reines Immobilienportfolio weitaus weniger sicher und rentabel ist, als allgemein angenommen wird. Wir empfehlen Ihnen deshalb unbedingt, Ihre Geldanlage in unterschiedliche Anlageklassen zu streuen.

Wie aus einer Immobilie eine breit aufgestellte und gut abgesicherte Vermögensanlage wird

Erspartes in andere Anlageformen anlegen: Diese Variante erfordert wenig Aufwand, führt aber nur über einen sehr langen Zeitraum zum Ziel.

Die Immobilie verkaufen und den Erlös planvoll anlegen: So gelangen Sie sehr schnell zu einer klugen Geldanlage, allerdings müssen Sie die hohen Transaktionskosten tragen und sind außerdem nicht mehr Eigentümer Ihrer Immobilie.

Die Immobilie beleihen und das Darlehen reinvestieren: Auch diese Variante führt schnell zu einem sinnvollen Vermögensaufbau, aber Sie tragen keine hohen Transaktionskosten und bleiben Eigentümer Ihrer Immobilie. Erforderlich ist lediglich die finanzielle Disziplin, den Kredit regelmäßig abzuzahlen. Dabei können Ihnen natürlich die Renditen Ihrer neuen Geldanlage helfen.

Bambus hilft Ihnen Ihre Immobilie zu beleihen und Ihr Vermögen breiter aufzustellen. Hier wählen Sie aus vielen Angeboten das beste Darlehen aus und können die freigewordenen Mittel sofort neu investieren.

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Johannes Siegl

Machen Sie mehr aus Ihrer Immobilie!

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